IRONMAN Worldchampionship Hawaii 2007

  Katja Konschak  Ulrich Konschak 
Gesamtplatz   54   92  
     
Swim  0:54:45 h  1:01:29 h 
Swim to Bike  0:02:07 h  0:02:46 h 
Bike  5:43:37 h  5:14:28 h 
Bike to Run  0:03:21 h  0:04:13 h 
Run  3:50:22 h  3:02:14 h 
     
Total   10:34:12 h   9:25:10 h  


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1 5 . 1 0 . 2 0 0 7 

Unser Dank gilt in diesem Jahr besonders unserem Betreuer-Team Sören Naujoks und Nicole Schmidt. Einmalige Unterstützung auf der ganzen Linie - vielen Dank dafür ! Ein Dank geht auch an meine Eltern, die erstmalig dabei waren, die Ironman-Atmosphäre aufgesogen haben und uns ebenfalls bestens unterstützt haben.
Sörens Intervention ist es zu verdanken, dass wir im letzten Winter an unseren Sitzpositionen auf dem Rad Veränderungen vorgenommen haben - das hat sich ausgezahlt, für uns beide ! Ein besonderes Dankeschön hierfür ! Wer Näheres dazu erfahren möchte, wird demnächst man unter www.aeroclinics.de Informationen und Hilfe zur Optimierung der Sitzposition finden.


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1 4 . 1 0 . 2 0 0 7 

Was für ein Tag ! Das fünfte Mal sind wir hier auf Hawaii, doch so ein heißes (temperaturmäßig) Rennen haben wir hier noch nicht erlebt. War es im letzten Jahr vergleichsmäßig bewölkt und angenehm, hat gestern die Hitze erbarmungslos zugeschlagen und einige Opfer gefordert. Unter anderem auch Katja.

Katjas Rennbericht: Erstmals bei den Profis am Start, gelang es ihr als 6te aus dem Wasser zu steigen, als beste Europäerin. Natürlich war klar, dass sie das nicht halten kann. Doch auch auf dem Rad erwischte sie einen guten Tag, fuhr einen knappen 32er Schnitt an einem nicht windstillen Tag. Kurz hinter einigen Favoriten beendete sie die 2.Disziplin, endlich hatte es mal geklappt und sie konnte die Trainingsresultate im Wettkampf abrufen. Frohen Mutes und mit gewohnter Angriffslust ging sie nun ihre eigentlich Stärke an, den abschließenden Lauf. Doch offenbar hatte sie unter der Hitze mehr gelitten als geglaubt. Die Nahrung blieb nicht mehr im Magen, Schwindel und sonst noch alles, was nicht gerade einer guten Leistung zuträglich ist, machten ihr das Leben schwer. Eine 3:50h im abschließenden Marathon ist natürlich nicht das, was sie sich erträumt hatte. Doch es war ihr erster Start bei der WM als Profi, ein Rennen zum Lernen und bestimmt nicht ihr letztes auf Hawaii.

Ulrichs Rennbericht: Ein Jahr lang Konzentration auf dieses Rennen, und es hat sich ausgezahlt. Doch so viele externe Probleme in einem Ironman-Rennen sind mir noch nie passiert. Nach 100m beim Schwimmen hat mir jemand die Schwimmbrille vom Kopf gehauen - schwupp, weg war sie. Also jetzt 1 h im Salzwasser ohne Brille schwimmen ? Im ersten Moment wußte ich nicht, was ich tun sollte. Nach rechts zu einem der Surfer schwimmen und fragen, ob sie eine Ersatzbrille haben. Schwachsinn ! Aufhören ? Noch schwachsinniger ! Also erstmal weiterschwimmen. Die Augen haben gebrannt, doch nach 1:01 h war das Fiasko vorbei. Schnell die Augen mit Wasser ausspülen, und es war auszuhalten. Ab aufs Rad. Mit über 40 km/h hinaus auf den Highway, jawoll - nach 60 km bricht mir mein linker Aeroloenker ab ! Phantastisch. Also schnell den Computer noch abgebbaut, den Rest des gebrochenen Lenkers in der Lava entsorgt und fortan beide Hände an den rechten Aeroholmen geklammert. Ein ordentliches Tief hatte ich dann, auch körperlich. Nach 125 km, auf dem Rückweg in Kawaihae, stand der Wind schön von vorne und ich wußte, jetzt beginnt das Rennen ! Tatsächlich, mir schon längst enteilte Athleten tauchten auf einmal wieder vor mir auf, und ich machte mich auf die Aufholjagd. Nach 5:14 h war der Ritt zu Ende - ab auf die Toilette und rein in die Laufschuhe. Und am Himmel keine Wolke ! Mir war klar, dass das ein ganz schwerer Lauf werden würde, entweder ich überlebe ihn und profitiere von der Schwäche der anderen, oder ich gehe selbst hoch ! Also vorsichtig losrennen, eher 5 Pulsschläge weniger als sonst (ca. 160) und schauen, was passiert. Meine Durchgangszeiten waren bis KM 15 langsamer als im letzten Jahr, doch als ich bei KM 17 auf den Highway in Richutng Energy Lab eingebogen bin, ist in mir der Kampfgeist erwacht. Im Energy Lab, nach 29 km, ging es mir plötzlich richtig gut und ich beschloß, von da an "Alles oder Nichts" zu gehen. Meine Durchgangszeiten waren schon schneller als im letzten Jahr, und auf dem Highway Richtung Kona konnte ich nochmal beschleunigen und die KM unter 4:30min laufen. Auf den letzten 500m habe ich sogar noch 3 Leute überholt, im Stile eines Endspurts. Platz 92, nochmals eine Verbesserung und das dritte Mal in den Top 100 ! Mehr geht wohl nicht. Es ist und bleibt hier mein Rennen, offenbar auch bei wirklicher Hitze. Ich liebe diesen Wettkampf, mehr als jeden anderen. Und das wird definitiv so bleiben !


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1 2 . 1 0 . 2 0 0 7 

Checked Inn ! Es ist jetzt unumkehrbar, unsere Räder stehen in der Wechselzone, ziemlich weit vorne zwischen Faris, McCormack und Co.
Nicole bekocht uns jetzt noch lecker, Sören hält die Stimmung aufrecht und Katja und ich lachen einfach mit. Wir sind schon ziemlich nervös - klar, seit Wochen und Monaten haben wir auf diesen Tag hingearbeitet, nun ist es soweit und jedes Mal dieselbe Aufgeregtheit. Der Verstand sagt Dir: "Du hast alles getan !" Doch läßt sich der momentan nicht so gut einschalten. Es wird Zeit, dass der Startschuß fällt.
Wenig Wind soll es laut der Vorhersagen geben, wie man sieht wird Katja auch das Trispoke im Vorderrad benutzen ( "Win or Die !").
Wir melden uns nach dem Rennen - Aloha !


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1 1 . 1 0 . 2 0 0 7 

Schwimmen am Pier in Kailua Kona ! In der Woche vor dem Rennen versammelt sich allmorgendlich das Gros der Athleten zum Schwimmtraining an der Stelle, an der am Samstag der Startschuß zum wichtigsten Triathlon des Jahres fällt. Ist es Nervosität, akribische Vorbereitung oder doch Körpershow, Abtasten und Taxieren der Gegner ? Egal - es macht Spaß, im tiefblauen Meer bei aufgehender Sonne und 27 Grad Wassertemperatur zu schwimmen !
Ausgerüstet mit dem Schwimmanzug von Blue-Seventy, den hier scheinbar mehr als 50% der Leute schwimmen, sind wir bestens im Trend. Sören Naujoks hat uns mit seiner neuen Firma aeroclinics diesbezüglich ausgerüstet. Auch viele nützliche Tips bezüglich unserer Sitzposition auf dem Rad haben wir ihm zu verdanken, was sich hoffentlich in den Radleistungen niederschlagen wird. Aeroclinics wird demnächst Material, Knowhow und Seminare zur Leistungsoptimierung anbieten.
Die letzten Tage verliefen nach Plan, Katja hat am Dienstag nochmals eine Koppeleinheit mit kurzen intensiven Abschnitten absolviert, Uli am gestrigen Mittwoch eine 60-km-Radausfahrt mit ebenfalls 15 Minuten Wettkampftempo. Heute abende geht es zur Pastaparty, morgen zum Check-in. Dann gibt es kein zurük mehr !
Für alle, die unser Rennen auf ironman.com verfolgen wollen, sei gesagt: Katja wird in neuem rotem Oberteil von Aquaman (siehe Fotos) am Start sein, Uli in den bekannten schwarzen Sachen (ebenfalls von Aquaman). Unsere Startnummern: Katja 149, Uli 98.


0 8 . 1 0 . 2 0 0 7 

Nach einem 24-stündigen Flug sind wir am Samstag wohlbehalten in Kailua-Kona gelandet. Die ersten Radausfahrten liegen auch hinter uns, heute von Hawi zurück nach Kona über 90 km. Der Wind hat ganz schön geblasen, so dass wir schon einen kleinen Vorgeschmack auf das Rennen am Sonntag bekommen haben.
Betreu werden wir bestens durch unseren langjährigen Triathlon-Kumpan Sören und seine Freundin Nicole. Sören sorgt für Verfeinerungen an der Aeroposition und mentale Aufmunterungen, Nicole umsorgt uns mit bestem Essen. So sollte alles bestens gerichtet sein für den Samstag.


0 3 . 1 0 . 2 0 0 7 

03.Oktober - Tag der Deutschen Einheit. Ja, ohne die Ereignisse im Jahre 1989 würden wir wohl jetzt nicht hier sitzen und uns darauf freuen, in 3 Tagen in Richtung Sonne aufzubrechen. Man muß sich das immer wieder ins Gedächtnis zurückrufen !
Das Wetter allerdings läßt uns eher auf den 03. November tippen, bei 10 Grad Celsius und Nebel bzw.Nieselregen sind wir heute morgen zu unserer letzten 4h-Ausfahrt aufgebrochen. Jedoch, mit Schutzblechen ausgerüstet und warm angezogen (wie auf den Fotos unschwer zu erkennen), haben wir auch das letztlich gut überstanden. Wie überhaupt das gesamte Training der letzten Wochen.



Ohne Verletzung, Krankheit und Trainingsausfälle sind wir gut durch die letzten Wochen gekommen. Geregnet hat es nur an den Tagen, an denen wir sowieso nicht Rad fahren wollten. So wie am vergangenen Wochenende. Just an dem Samstag, als hier im Südharz offenbar der Ozean ausgeschüttet wurde und teilweise die Felder überflutete, waren wir in Düsseldorf auf der Pharmamesse EXPOPHARM, um uns mit Katjas neuem Sponsor, der Firma Pflüger zu treffen. Es wurde ein angenehmer Plausch mit Herrn Mutterer vom Hersteller homöopathischer Arzneimittel aus Rheda-Wiedenbrück. Vielen Dank für die Unterstützung ! Und wettermäßig haben wir nichts verpaßt !
Jetzt kommen die Dinge, die den Streß nicht gerade abbauen: Sachen packen, Fahrrad einpacken, an alles denken und trotzdem noch weiter trainieren !
Wie ist die Form ? So viel sei gesagt - sie ist so, wie wir sie uns erhofft haben. Noch längst nicht da, wo sie am 13. Oktober sein soll, aber dazu sind ja auch noch 10 Tage Zeit. Nein - wir werden uns nicht zu irgendwelchen Prognosen äußern bzw. hinreißen lassen, schon gar nicht anhand irgendwelcher Tests oder Trainingsergebnisse ! Das Rennen auf Hawaii ist unberechenbar, und mit entsprechend großer Demut werden wir dort an den Start gehen.
So werden wir uns in 4 Tagen, wenn alles klappt, an dieser Stelle wieder melden und dann von besserem Wetter berichten - ganz bestimmt !


1 8 . 0 9 . 2 0 0 7 

Es geht wieder nach Hawaii ! Nach dem erfolgreichen Qualifikationsrennen beim IRONMAN USA in Lake Placid am 22. Juli 2007 laufen derzeit die gezielten Vorbereitungen für die IRONMAN-Weltmeisterschaften am 13. Oktober auf Hochtouren. Katja Konschak wird bei ihrer 3. Hawaii-Teilnahme erstmals in der Profikategorie starten, für Ulrich Konschak ist es der 4. Start beim Rennen im Pazifik.

Ja, es ist bereits unser insgesamt 5. Trip ins "Mekka" der Triathleten, und der Wettkampf dort hat für uns nichts an seiner Faszination verloren. Hochmotiviert läuft unser Training seit Ende August auf vollen Touren, auch wenn das Wetter zum Teil November-Niveau hat. Doch bislang konnten wir unsere Planung 100prozentig umsetzen.
Neues hat sich bei Katja auf der Sponsoren-Ebene getan. Sie wird künftig mit der Firma BIOCHEMIE PFLÜGER zusammenarbeiten, einem Hersteller homöopathischer Arzneimittel aus Rheda-Wiedenbrück. Mit Ingmar Lundström und Christoph Rahmann unterstützt das Unternehmen bereits 2 Ironman-Triathleten, die 2006 auch auf Hawaii am Start waren.
Für uns heißt es jetzt vor allem, im Training das richtige Maß zu finden und insbesondere gesund zu bleiben. Am 06. Oktober geht unser Flieger in Richtung Westen. Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.